Wieviel Immobilie kann ich mir leisten?

house-construction-1407499_640Die Rahmenbedingungen für einen Hausbau oder Wohnungskauf sind derzeit äußerst attraktiv. Lagen die Baugeldkonditionen Ende der Neunziger Jahre noch bei 6,5 Prozent und mehr, sind zehnjährige Baudarlehen aktuell für deutlich unter fünf Prozent zu bekommen. Das ist im lagfristigen Vergleich extrem niedrig. Gleichzeitig bleiben die Immobilienpreise vielerorts auf tiefem Niveau. Beide Punkte zusammen bedeuten, dass der Schritt vom Mieter zum Eigentümer heute eine attraktive und realistische Option ist. Ungeachtet der günstigen Rahmenbedingungen ist individuell zu klären, ob man sich eine Immobilie leisten kann.

Wenn ja, stellt sich die Frage, wieviel Immobilie ist finanzierbar?

Da man in der Regel 20 bis 30 Jahre die Schulden bei seiner Bank abbezahlen muss, ist ein ehrlicher Kassensturz Grundlage einer soliden Baufinanzierung. Wenn geklärt ist, wieviel Geld nach Abzug aller laufenden Kosten, zum Beispiel Versicherungen, Auto und Lebenshaltung, monatlich für den Kredit maximal verfügbar ist, kann man ermitteln, wie viel die zukünftige Immobilie kosten darf. Da jede Bank für die Vergabe von Immobiliendarlehen unterschiedliche Kriterien hat, kann die maximale Darlehenssumme von Bank zu Bank variieren. Als grobe Orientierungshilfe gilt, das der Betrag, den Sie bisher ohne Schwierigkeiten für die monatlichen Mietzahlungen aufbringen konnten, sich in der Regel auch problemlos für die Kreditrate einplanen lässt. Die sich daraus ergebende ungefähre maximale Darlehenssumme beim derzeitigen Zinsniveau und einer angenommenen Tilgung von zwei Prozent jährlich errechnet sich wie folgt:

Maximale Darlehenssumme = Summe der jährlichen Mielzahlungen x 15.

Das Eigenkapital ist eine wichtige Säule für den Immobilienerwerb. Je mehr vorhanden ist, desto weniger Kredit braucht man. Wie viel Eigenkapital man benötigt und einsetzen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Minimum sind in der Regel die anfallenden Nebenkosten wie Makler, Grunderwerbssteuer und Notarkosten. Diese betragen meist zwischen acht und zehn Prozent des Kaufpreises. Ob es sinnvoll ist, mehr Eigenkapital einzubringen, sofern weitere Mittel vorhanden sind, hängt in erster Linie von der Nutzung der Immobilie ab. Wenn Sie ihre Immobilie selbst nutzen, spricht viel für einen relativ hohen Eigenkapitalanteil. Durch den geringeren Baufinanzierungsbedarf wird nicht nur die monatliche Belastung gesenkt, Sie werden zusätzlich auf Grund des geringeren Risikos für die Bank mit günstigeren Zinskonditionen belohnt. Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, empfiehlt sich aus steuerlichen Gründen, möglichst wenig Eigenkapital einzusetzen.

Baufinanzierung

Die früher geltende Regel, grundsätzlich ein Drittel der Immobilie aus Eigenkapital zu finanzieren, ist inzwischen hinfällig. Heute können Sie auch wenn Sie, bisher zwar noch kein Eigenkapilal ansparen konnten, Ihre Einkommenssituation aber prinzipiell solide ist, mit so genannten 100-Prozent-Finanzierungen passende Finanzierungslösungen zur Verfügung. Typische Zielgruppen dafür sind junge Doppelverdiener, die ihre Einkünfte nicht für Mietzahlungen, sondern für die eigene Immobilie aufwenden möchten. Das höhere Risiko für die finanzierende Bank bezahlen Sie bei Vollfinanzierungen mit einem etwas höheren Zinssatz.. Dabei sind Ihnen unabhängige Berater oder Baufmanzierungsmakler mit Zugriff auf die Produkte und Konditionen einer Vielzahl von Banken hilfreich. Diese unabhängigen Makler verschaffen Ihnen in kürzester Zeit einen Überblick über den gesamten Markt. Mehr Infos auf www.Kreditvergleich24.com